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Klettertage an der Zellerwand

Sonne, blauer Himmel, leckeres Müsli auf dem Tisch und einen riesigen Packen Vorfreude und Neugierde auf die kommenden zwei Tage – so begann ein Dienstag Ende August, an den ich mich wohl immer wieder gern erinnern werde.

Bevor wir die neun Mädels und Jungs am Bahnhof treffen konnten, mussten noch schnell die letzten Klettersachen eingepackt und Verpflegung für die hungrige Meute gekauft werden. Klettern und Baden macht bekanntlich hungrig und durstig. Die Massen an Essen wurden gerecht auf die Rucksäcke verteilt und wir konnten in den Zug zur Zellerwand am Chiemsee steigen.

Da sowohl die Kleinen als auch die Großen ganz heiß aufs Klettern waren, beeilten wir uns mit Zeltaufbau und Mittagsjause, machten uns auf zu den weißen Kalkwänden und staunten nicht schlecht, als wir merkten, dass wir ganz allein vor Ort waren. So konnten wir uns gemütlich ausbreiten, unsere Sicherungskenntnisse wiederholen, Materialien und Knoten besprechen und dann endlich die Routen angehen. Nachdem wir recht lang an der Wand auf und ab kletterten, brauchten wir dringend eine Abkühlung. Das kalte Wasser des Sees war so verlockend, dass wir gar nicht anders konnten, als schnellst möglichst hinein zu springen und uns auch dort auszutoben.

Die Nacht kam dann jedoch schneller als erwartet, so dass wir unsere selbstgemachten Seeburger schon fast im Dunkeln genießen mussten. Schlimm war das allerdings nicht, denn im Dunkeln ist ja gut Munkeln! Verstecken im Wald und dabei den Tieren lauschen, einen Wolfspfad erkunden und kleine Eulen suchen machten die Nacht genauso spannend wie den Tag. All zu spät gings dann aber nicht ins Bett, um Kraft zu schöpfen für einen weiteren Tag voller spannender Erlebnisse und Abenteuer. Dieser war von schwierigen Routen, über erste Versuche des Vorsteigens, Abseilen und lustigen Wasserspielen geprägt. Die Zeit verging so schnell, dass wir uns beeilen mussten, um den Zug nach Salzburg noch zu erwischen. Alle waren sich einig, zwei Tage waren einfach nicht genug. Zurück in Salzburg verabschiedeten wir uns und ein jeder wusste, nächstes Jahr sehen wir uns zum Spiel- und Spaß-, Kletter- und Badeabenteuer wieder!

Bericht und Text: Tina Reno und Mario Reptschik
 
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