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Skitourenwochenende Rocky Monkeys Sameralm

Am Samstag, den 18.1.20, gleich in der Früh ging es los. Fünf topmotivierte Rocky Monkeys schnappten sich ihre vollbepackten Rucksäcke und ihre Tourenski und los ging es mit dem Auto bis in die Wengerau. Nach dem LVS-Check stapften wir hinein in die weiße Winterlandschaft zur Sameralm, die auf 1.510 m im südlichen Tennengebirge liegt. Oben angekommen wurde gleich ordentlich eingeheizt und die kleine, aber sehr gemütliche Hütte erkundigt. Weil es bereits Mittagszeit war, knurrte uns auch schon der Magen, den wir schnell mit einer leckeren Nudelsuppe füllten. Wir informierten uns auf einer Karte, wo unsere erste Tour hingehen soll und machten uns über die aktuelle Lawinenlage schlau. Gestärkt von der Suppe starteten wir dann von unserer Hütte los.

Ziel war der nicht allzu weit entfernte Jochriedel (1.720 m). Auch wenn der Schnee nicht der einfachste zum Abfahren war, freuten wir uns, dass wir vor der Dunkelheit sogar noch zwei Abfahrten (Ost und West) hinuntersausen konnten. Uns wurde mal wieder klar, dass zu einer Skitour mehr gehört als nur hoch und runterzukommen. Mit dabei waren auch: waghalsige Stürze, mutige Schwünge, leichte und nicht so leichte Spitzkehren, auffellen/abfellen/auffellen/abfellen, Karte wieder und wieder studieren und ganz viel gute Laune. Glücklich und auch ein wenig geschafft kamen wir schließlich am Abend zur Sameralm zurück.

Wir schlüpften in die warmen Klamotten und legten auch gleich los mit dem Abendessen. Nach einem legendären Pilzrisotto, das von uns allen mit viel Mühe und Liebe in Gemeinschaftsarbeit gekocht wurde, hatten wir noch viel Spaß beim Kartenspielen und weil wir ja so große Feinschmecker sind, durften salzige Popcorn als Nachspeise und Betthupferl nicht fehlen. Irgendwann siegte dann doch die Müdigkeit und wir entschieden uns einstimmig schlafen zu gehen. Noch einmal frische Luft schnappen am Gang zum stillen Örtchen und rein in den kuscheligen Schlafsack, wo wir alle fünf gleich einschliefen.

Am Morgen bereitete der Frühaufsteher Robert, während wir anderen noch schliefen, bereits das Frühstück zu und wir freuten uns auf den herrlichen Porridge. Der gab uns genug Kraft, um die heutige Tour vorzubereiten. Outfit anziehen, auf die Karte schauen, Lawinenlage checken. Los gings. Als wir die Tür aufmachten freuten wir uns sehr. Es hatte geschneit und ein herrlicher Pulverschnee versprach geniale Abfahrten. Unser heutiges Ziel war schon etwas sportlicher, den wir hatten ja auch mehr Zeit. Durch das Schneegestöber ging es auf den Frommerkogel (1.883 m). Abwechselnd spurten wir in den tiefen Schnee und staunten nicht schlecht über das Winter Wonderland, das sich uns bot. Nach einer kurzen Rast, bei der wir unsere Speicher wieder auffüllten, bewältigten wir die letzten 100 Höhenmeter bis zum Gipfel. Auch wenn der Ausblick ausblieb, war die Vorfreude schon groß auf die Abfahrt. Lang hielten wir es oben nicht aus, denn der Wind pfiff uns ganz schön um die Ohren. Ein kurzes Gruppenfoto und schon ging es los, hinunter in den frischen Pulverschnee. Unberührte Abfahrten und top Bedingungen ließen unser Skifahrerherz höherschlagen. Da konnten es sich ein paar von uns auch nicht nehmen lassen, den Jochriedel auf dem Rückweg mitzunehmen und diese Abfahrt auch noch zu genießen. Die Abfahrten an diesem Tag, waren eindeutig das Highlight des Wochenendes, da waren wir uns einig. Der Nebel, der sich am Ende der Tour langsam auflöste und die Berggipfel im Hintergrund freigab, machte den Abschluss perfekt.

Angekommen in der Hütte konnten wir also zufrieden unsere Sachen packen, die Hütte aufräumen und für die nächsten Gäste bereit machen. Leider stand uns jetzt auch schon die letzte Abfahrt des Wochenendes bevor. Mit dem schweren Rucksack am Rücken, war das Stück durch den Wald gar nicht so einfach. Der schmale Weg verlangte mutige Kurzschwünge. Am Schluss bot sich uns noch eine hervorragende Buckelpiste. Auf ihr fuhren wir selbstverständlich mit viel Begeisterung und tollkühnen Sprüngen bis zum Parkplatz. Mit vielen Erlebnissen im Gepäck, wurden dann auf dem Heimweg schon die nächsten Abenteuer geplant. Was für ein gelungenes Wochenende in unseren heimischen Bergen.
 
Text: Theresa Stasswender
Fotos: Robert Delleske
 
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