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Über die Karschneid zu den Aurikeln

Wie schon so oft hatte uns Petrus auch am Donnerstag den 16.5. ein ideales Wanderwetter beschert, sodass einer zünftigen Bergwanderung mit 12 Teilnehmern aus der Rad- und Wandergruppe nichts mehr im Wege stand. Pepo führte die Gruppe an, und so ging es vom Taubensee am Winterwanderweg  zur Mordaualm, wo wir schon den ersten Schneekontakt hatten. Gegenüber der Alm konnten wir Soldaten zusehen wie sie die ersten „Gehversuche“ mit Schneeschuhen absolvierten, und es schien so, dass es für manche „Jungs“ gar nicht so einfach zu bewältigen war und sie mit der Tücke des Objekts kämpften. Natürlich konnten wir uns ein leises Schmunzeln nicht verwehren.
 
Nun stapften wir weiter im Schnee bergauf. Pepo hatte vorsichtshalber sein GPS Gerät parat, denn der Steig zur Karschneid 1.530 m hinauf war natürlich unter dem Schnee verborgen. Ein wenig abenteuerlich und mit Mühe kämpften wir uns durch den Schnee auf die Karschneid. Oben angekommen staunten wir nicht schlecht, da war tatsächlich noch mehr Schnee vorhanden. Doch Pepo mit seinem GPS Gerät führte uns souverän und zielsicher zur heimelig anmutenden Lattenbergalm. Dort konnten wir die verdiente Rast genießen. Wahrscheinlich kann die Alm noch lange nicht ihre „Pforten“ öffnen bei der Menge Schnee die da noch auf den Almwiesen liegt. Gestärkt und voller Tatendrang  steuerten wir das nächste Etappenziel an und zwar die Moosenalm 1.405 m. Interessant an der Moosenalm ist der seltene Hüttentyp eines Rundkasers, der fensterlose Wirtschaftsraum ist von Stallungen umgeben. Die Almwirtschaft im Berchtesgadener Land geht sogar bis ins 8. Jahrhundert zurück.
 
Nun stapfen wir immer noch im Schnee am Almerlebnisweg  weiter und dem Pioniersteig entgegen, der in vielen Kehren die imposante Weißwand  durchquert. Allmählich ließen wir den Schnee hinter uns und die Landschaft verwandelte sich in frühlingshaftes Grün, und eine überaus erfreuliche Überraschung erwartete uns in den Felsritzen der teils überhängenden  Weißwand: Aurikeln (Gamsbleameln), die ihre sonnengelbe Blütenpracht  leuchten ließen. Uns gegenüber blickten wir auf das Reiteralpen Massiv und wiederum staunten wir nicht schlecht welch große Menge an Schnee auch da noch vorhanden ist. Endlich nach unzähligen Kehren haben wir nach 6 Stunden wieder unseren Ausgangspunkt erreicht, und natürlich musste diese imposante, mit einem Hauch von Abenteuer geprägte Bergtour, einen gebührenden Abschluss in fröhlicher Stimmung, gutem Essen und Weißbier zum Abschluss gebracht werden!
Ganz besonders möchten wir uns bei Pepo und Hubert bedanken die großen Einsatz geleistet haben und die Gruppe wieder wohlbehalten ins Tal brachten.
 
Christa Helpferer
 
 
 
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