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Gletscherrandweg - Wanderung

Das war eine äußerst erlebnisreiche und informative Wanderung die 25 Teilnehmer aus der Rad- und Wandergruppe 60+ mit Hans als unseren Begleiter erleben durften. Wir starteten von Eggelsberg und über Wiesenwege erreichten wir den nahe gelegenen Wald, der mit seinen zum Teil schneebedeckten Fichtenbäumchen eine vorweihnachtliche und reizvolle Stimmung ausstrahlte. Auf Infotafeln konnten wir wissenswertes über die Würm-Eiszeit lesen, über die Toteislöcher die wir bei unserer Wanderung sahen, und wie im Laufe der Jahrhunderte das Moor in seiner heutigen Form entstanden ist. Informativ war auch, dass die letzten Reste des Eiszeitsees der Heratinge See, der Holzöster See und der Seeleitensee sind.

Auf romantischen Waldpfaden ging es weiter bis zu einer sonnigen Waldlichtung, der sich als idealer Rastplatz mit herrlichem Blick auf Eggelsberg herausstellte. Renate überraschte uns diesmal mit leckeren Rumkugeln die ein ganz eindeutiges, intensives Rum-Aroma verströmten und so das obligate Gipfelschnapserl ersetzten! Somit hatten wir den nötigen Auftrieb um mutig zum Teufelsweiher - ein Überbleibsel vom Gletscher, ein sogenanntes Toteisloch, zu wandern. Auf der Infotafel war eine überlieferte Sage zu lesen konnten: An einem Winterabend als einige Eisschützen so sehr in ihren Sport vertieft waren, dass sie auf das Aveläuten nicht achteten und anstatt zu beten weiterspielten, stand plötzlich ein fremder Eisstock da. Da bemerkten sie in einiger Entfernung einen Fremden den sie an der Hahnenfeder am Hut und den Pferdefuß als den Leibhaftigen erkannten und entsetzt die Flucht ergriffen. Seit jener Zeit trägt der Waldweiher den Namen Teufelsweiher.

Doch da es noch sonnig und hell war bei unserer interessanten Gletscherrandwanderung genossen wir diese mystische Atmosphäre des sagenumwitterten Teufelsweihers. Hans hatte noch eine kleine Überraschung für uns parat und so wanderten wir weiter um einer Künstlerin in ihrem Atelier einen Besuch abzustatten. Sie schafft mit Naturmaterialien (Birkenrinden, Algen, Asche, Holz und vieles mehr) ausdrucksvoll und sehr beeindruckend ihre Bilder gestaltet. Nach diesem aufschlussreichen künstlerischen Erlebnis wanderten wir am Gletscherrandweg weiter und nach ca. 4 Stunden trafen wir wieder in Eggelsberg ein. Ein kurzer Besuch noch in die wunderschöne Kirche rundete dieses wunderbare und erlebnisreiche Wandererlebnis ab.

Der genüssliche Ausklang fand natürlich wieder im Wirtshaus statt, ein herzliches Dankeschön an unseren Hans für diesen erlebnisreichen Wandertag!

Bericht und Fotos: Christa Helpferer
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