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< August 2019 >
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Frühlingsanfang – Große Haunsberg – Wanderung

Was knospet, was keimet,
     Was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich?
      Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte,
      Da rauscht es im Hain:
„Der Frühling, der Frühling,
      Der Frühling zieht ein!“
 
 
Der Frühlingsanfang konnte nicht schöner sein für die 22 Teilnehmer der Rad- und Wandergruppe 60+ als sie mit Pepo am 21. März in der Früh von Pabing zur großen Haunsbergrunde aufbrachen. Die Sonnenstrahlen meinten es gut mit uns, und schon bald wurde die warme Kleidung auf kurzärmeligen T-Shirts gewechselt. Man spürte förmlich den Hauch und den Duft des Frühlings. Wir erfreuten uns an dem frischen Grün der Wiesen, dem leuchtenden Blau der Leberblümchen, dem sonnengelben Huflattich, an der schönen Blüte der Pestwurz, der leuchtenden Forsythie, den Buschwindröschen, dem Seidlbast, auch an den Palmkätzchen und natürlich am üppig wachsenden Bärlauch. Auf einsamen und romantischen Waldsteiglein erreichten wir unseren ersten Rastplatz bei einer Steinpyramide mit geschichtlicher Vergangenheit.

Weiter wanderten wir teils akrobatisch über umgestürzte Fichtenbäume bis wir zur zweiten Wallanlage kamen - eine viereckige Steinsäule worauf 2014 ein gut sichtbares Holzkreuz angebracht wurde. Dies ist unser Gipfel mit 835 m den wir erreicht haben. Natürlich verkosteten wir den Heidelbeerlikör von Günther und nicht nur zum Gipfelglück, sondern auch zum Frühlingsanfang wurde angestoßen. Die Wanderung ging weiter, und nach kurzer Zeit sichteten wir auch schon die Radaranlage der Austro Control, der Turm ist 40 m hoch. Doch vorher genossen wir die wunderschönen Ausblicke ins Oichtental und Michaelbeuern sowie zur Wallfahrtskirche Maria Bühel. Wunderschön so „ins Land einischau’n“! Inzwischen sind wir bei der neuen Sternwarte, die am 9. August 2018 eröffnet wurde, angekommen und bestaunten diese faszinierende Anlage (sie ist die modernste in Mitteleuropa) mit zwei Beobachtungskuppeln wo man einen bis zu tausendfach vergrößerten Einblick ins Weltall hat. Nun haben wir nach so viel Staunen und Bewunderung schließlich die neue Kaiserbuche (sie wurde von Otto v. Habsburg gepflanzt) erreicht. Gleich daneben steht die Gedenkpyramide mit Kaiserkrone (errichtet 1779), und die Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumskapelle (eingeweiht am 18. August 1898 zum 50. Dienstjubiläum des Kaisers). Die alte historische Kaiserbuche (1791) wurde 2004 von einem gewaltigen Sturm entwurzelt. Kaiser Franz Joseph soll am 28. Oktober 1779 in Begleitung von Offizieren den Haunsberg erstiegen haben, um von dieser Stelle aus das erworbene Innviertel überblicken zu können.
 
Etwas unterhalb von diesem geschichtsträchtigen Aussichtspunkt steuerten wir den ersehnten Mittagsrastplatz an, und unter einem Jägerhochsitz auf einer grünen Wiese wurde die gemütliche und ausgiebige Rast genossen. Als Dessert gab es noch herrlichste Schokolade für jeden und alsbald starteten wir wieder fröhlich zum Abstieg wo wir unterwegs der Versuchung des Bärlauchpflückens nicht widerstehen konnten um eventuell am nächsten Tag ein Bärlauchpesto zu machen.
Über Bachquerungen und netten Steiglein steuerten wir unseren Ausgangspunkt an, wo wir dann in einer Pizzeria die köstliche Pizza, Spaghetti, Tortellini und natürlich den heißersehnten Schluck Weißbier genossen!
Dem Pepo ein großes Dankeschön für diese abwechslungsreiche Frühlingswanderung, und wir freuen uns schon wieder auf das nächste Mal!
(Christa Helpferer)
 
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