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19-23.08.2020 - Trails in der Schweiz

Die meisten haben Zeit und machen sich bereits am Mittwoch in der Früh auf die Socken. In Pfunds lüften wir aus und radeln auf die Radurschlalm. Verwaist ist die Almwirtschaft, das Vieh wird noch weiter aufgetrieben, doch irgendwie gibt uns doch eine mitleidige Seele etwas zu trinken.
Erst am nächsten Morgen fahren wir nach Davos, wo zuerst das Gepäck in den Zimmern verschwindet, ehe wir uns nach einer Seilbahnfahrt auf den Alps Epic Trail Davos machen, eine nicht unbedingt kurze Angelegenheit. Besonders der „eh nur“ 230 Höhenmeter umfassende Bergauftrail hat es in sich. Hier gibt es fast ausschließlich shared Trails, also Wege, die von Wanderern und Bikern gemeinsam genutzt werden. Auch wenn es 2000 Bergabmeter sind, stellen die 40 km wahrlich keine „Rollerpartie“ dar.
Das Wetter animiert uns, schon am zweiten Tag das verbliebene Highlight in Angriff zu nehmen, das Parpaner Rothorn. Start ist in Chur, eine Rundtour bis ins Schigebiet von Lenzerheide mit Liftunterstützung; sieben Sektionen gönnen wir uns, was 40 Bikekilometer und 4000 Obimeter bedeutet. Gewürzt wird das Ganze durch einige Schiebepassagen bergauf im letzten Teil der Tour. Trotz seltener Pausen sind wir nach acht Stunden auf dem Weg doch etwas geschlaucht.
Vierter Tag, eine Wetterverschlechterung kündigt sich an, wir bleiben in Davos und lassen uns von der Persenn-Standseilbahn aufs Weißfluhjoch ziehen. Durchs Hauptertälli geht es zum Strelapass; die Aussicht ist erstmals seit unserer Ankunft getrübt, Nebelschwaden umschwirren uns. In südlicher Richtung geht auf dem Kamm entlang, knackige Bergaufpassagen wechseln sich mit ebensolchen Abfahrten. Nicht einmal Fifis gebrochenes Schaltauge konnte unseren Radlerfluss stoppen. (Wie gut, wenn man eines in Reserve mit sich herumschleppt.) ..... Und dann kommt sie, die Abfahrt, ein Trail bis zum Abwinken (= bis zur Talsohle), gute 1000 hm runter, glücklicherweise unterbrochen von einer Einkehr auf der Stafelalm. Donnergrollen lässt und aufbrechen, mit den ersten Regentropfen erreichen wir das Hotel.
..... Und sonntags? – Ehrlich gesagt, da wollen wir nicht mehr, war es doch so schön und erlebnisreich.       Und – ob ihr es glaubt oder nicht – es war sehr, sehr anstrengend!

Bericht: Sedmak, Fotos: Sedmak, Weissenbäck, Ortner
 
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