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Pilger- und Meditationswanderung der ganz besonderen Art

Für Donnerstag den 30. August wurde eigentlich von den Meteorologen Regenwetter angekündigt. Doch ich wollte es genau wissen und ging mit sechs unternehmungslustigen und absolut wetterfesten Teilnehmern die Pilger- und Meditationswanderung zur Friedenskirche St. Vinzenz am Hochgründeck 1.825 m. Von der Klammalm (Hüttau) wanderten wir auf den von Hermann Hinterhölzl gestalteten Meditationsweg und waren hocherfreut, dass wir immer noch trockenen Fußes unterwegs sein durften. Doch nach einer knappen Stunde „beglückte“ uns Petrus mit so einer Wassermenge, dass wir schleunigst unsere Schirme aus dem Rucksack holten. Dennoch setzten wir mit einer bewundernswerten Fröhlichkeit unsere Pilger- und Meditationswanderung fort. Die Friedenskirche war erreicht, doch der vielgepriesene Panoramablick blieb uns durch dichte Nebelschwaden verwehrt. So begaben wir uns ehrfurchtsvoll in diese wunderschöne Kirche die 2003 von Hermann Hinterhölzl in Eigenarbeit und nach eigenem Entwurf errichtet wurde. Sie wurde am 5. September 2004 von Erzbischof Alois Kothgasser eingeweiht. In dieser faszinierenden Kirche hängt eine der größten Glocken des Salzburger Landes mit einem Gewicht von 1.040 kg. Sie wurde von der Gemeinde Anthering gespendet.

Nach kurzer Andacht, wir waren ja etwas durchnässt, pilgerten wir weiter zum nahe gelegenen Heinrich Kienerhaus, in der Hoffnung dort unsere nassen Kleidungsstücke am warmen Ofen in der Gaststube trocknen zu können Doch der Schock war groß! Die Gaststube war voll mit 60 Rad fahrenden Polizisten die ihre Siegerehrung mit allem Drum und Dran, inklusive Musikkapelle, gestalteten. Aber das überaus freundliche Hüttenpersonal einschließlich Schwiegersohn von Hermann Hinterhölzl hieß uns herzlich willkommen. Man hatte innerhalb von fünf Minuten eine super Lösung für uns „Regen durchnässte Pilger“ parat. Wir durften in den ersten Stock zu den Zimmerlagern übersiedeln wo auch die Musikergruppe schon anwesend war und uns herzlich willkommen hieß und natürlich war die fröhliche Stimmung schon garantiert! Es wurden Biertisch und Bänke für uns aufgestellt, unsere nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt, und die dampfenden Suppen und der Schweinsbraten wurden uns akrobatisch und mit bewundernswertem Elan in Kürze serviert. Das Weißbier sorgte obendrauf noch für eine gemütliche Atmosphäre und das von Hermann, dem Junior Chef, (Sohn von Hermann Hinterhölzl) kredenzte Schnapserl sorgte natürlich für eine überaus herzliche Fröhlichkeit die wir allesamt sehr genossen. Kurz kam der Gedanke auf, sich gleich im verführerischen Bettenlager niederzulassen und zu nächtigen, denn draußen plätscherte der Regen unaufhörlich und in der Hütte war eben diese wohltuende Wärme und Gemütlichkeit vorhanden.

Doch wir sind ja ein „nicht Regen scheuendes Grüppchen“ und so wurde der Aufbruch gestartet. Die Musikkapelle hatte auch noch einen musikalischen “Aussi Drahrer“ parat, da fiel uns der Abschied noch schwerer! Der Abstieg wurde im flotten Tempo gemacht und bei der Einkehr in der urgemütlichen Klammalm erwartete uns noch ein köstlicher hausgemachter Topfenstrudel mit Kaffee und Kakao, zum Abschluss dieser erlebnisreichen und herzlichen Pilgerwanderung mit Meditationseinfluss der etwas besonderen Art. (Christa Helpferer)

 
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